Wie praktiziert man Achtsamkeit?
Achtsamkeit beginnt nicht erst auf einem Meditationskissen. Sie kann überall im Alltag geübt werden.
Den Atem bewusst wahrnehmen
Nimm dir einen Moment Zeit und richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Du musst ihn nicht verändern. Beobachte einfach:
- Wie fühlt sich das Einatmen an?
- Wie fühlt sich das Ausatmen an?
- Wo spürst du die Bewegung des Atems?
Wenn deine Gedanken abschweifen, ist das vollkommen normal. Bemerke es – und kehre freundlich wieder zum Atem zurück.


Gedanken beobachten statt sich in ihnen zu verlieren
Du musst deine Gedanken nicht stoppen.
Versuche stattdessen, sie wahrzunehmen:
„Ich denke gerade über die Zukunft nach.“
„Ich mache mir gerade Sorgen.“
„Ich bin gedanklich bei einer vergangenen Situation.“
Achtsamkeit bedeutet nicht, den Kopf leer zu bekommen. Sie bedeutet, Gedanken bewusster zu erkennen und nicht automatisch von jedem Gedanken mitgerissen zu werden.
Den Körper wahrnehmen
Frage dich zwischendurch:
Wie geht es meinem Körper gerade?
Spüre deine Schultern, deinen Kiefer, deinen Bauch oder deine Füße auf dem Boden.
Oft bemerken wir erst durch diese bewusste Körperwahrnehmung, wie viel Anspannung wir bereits mit uns herumtragen.


Alltägliche Momente bewusst erleben
Auch einfache Tätigkeiten können zu einer Achtsamkeitsübung werden:
- beim Duschen das Wasser auf der Haut spüren
- beim Essen bewusst schmecken
- beim Spaziergang die Umgebung wahrnehmen
- beim Atmen für einen Moment innehalten
- einem Menschen wirklich zuhören
- den eigenen Körper beim Gehen spüren
Es geht nicht darum, den Alltag perfekt achtsam zu gestalten. Vielmehr geht es darum, immer wieder zurückzukehren.
Zurück in den Körper.
Zurück zum Atem.
Zurück zum gegenwärtigen Moment.
